Glossar

Da die Orgonomie eine neue Wissenschaft ist, sah Reich sich immer wieder gezwungen, neue Begriffe zu bilden, um die Früchte seiner Arbeit vom Mechano-Mystizismus grundsätzlich abzuheben. Deshalb erscheinen neben allgemeinen Definitionen auch solche, die exklusiv der Orgonomie eigen sind.

Angst – Unangenehmes Gefühl der Bedrohung, drohender Gefahr. Wahrnehmung der nach innen gerichteten Bewegung der Lebensenergie (Kontraktion – weg von der Umwelt).

Anorgonie – Blockierung oder beträchtliche Minderung des Energiekreislaufs im Organismus.

Arbeitsdemokratie – Wahre, natürliche und nicht formale Demokratie, die das soziale Zusammenspiel bestimmt. Es ist ein Konzept, das auf der tatsächlichen und nicht der ideologischen Wahrheit des Produktionsprozesses beruht. Es erfordert die Fähigkeit, im eigenen Arbeitsbereich die volle Verantwortung zu übernehmen. Trotz der überwiegend gepanzerten Struktur der Menschheit liegt nichtsdestotrotz die Verantwortung für die richtige soziale und ökonomische Entwicklung bei jedem einzelnen.

Anti-Autoritarianismus – Das Gesellschaftssystem, das auf jeder Ebene der sozialen Organisation sowohl gegen neurotische (irrationale) als auch gegen rationale Autorität in Opposition steht.

Ausweichen vor dem Wesentlichen – Verhaltensweise des gepanzerten Organismus. Unter allen Umständen das Wesentliche zu vermeiden, schützt vor direktem Kontakt mit der eigenen Panzerung. Auf einer tieferen Ebene ist das Ausweichen vor dem Wesentlichen gleichbedeutend mit dem Ausweichen vor der eigenen Genitalität, deren Zugang durch die Panzerung unterbunden ist. Obwohl er ihn brennend ersehnt, gerät der gepanzerte Organismus in Schrecken, wenn er in Kontakt mit dem biologischen Kern tritt und bietet alles auf, nur um der eigenen tiefen biologischen Essenz „auszuweichen“.

Autoritarianismus – Das Gesellschaftssystem, das nach den Prinzipien der zwangsmoralischen Regulation arbeitet. Mit dem Vater an ihrer Spitze, findet sich die autoritäre Familie wieder im autoritären Staat.

BAKER-DOR-INDEX

OR 0 —————— 10 DOR

Bewegung

unbewegt, Blätter hängen, Tiere ruhig 2
gelegentlich etwas Wind 1
ständig windig, Tiere aktiv, gelegentlich starker Windzug 0

Feuchtigkeit (subjektiv)

Gefühl der Bedrückung und/oder Aufgedunsenheit 2
Gefühl von Schwere und Feuchtigkeit 1
Wohlbefinden 0

Allgemeines subjektives Befinden

Reizbarkeit, Müdigkeit, Lethargie, Durst, abwesender oder stark verminderter Kontakt 2
Unbehagen, Schwerfälligkeit oder Unruhe 1
Gefühl der Vitalität und des Wohlbefindens 0

Himmel (Farbe)

kein Blau, starke Milchigkeit, verschwommene grelle Weiße 2
bedeckt (Himmelsfarbe nicht sichtbar), stahlgrau, Milchigkeit, purpurn, bräunlicher oder bläulicher Dunst, „verstreuter Pfeffer“ 1
klares weiches Blau 0

Himmel (Wolken)

leicht bedeckt, milchige Wolken, weißer Dunst, keine klar abgegrenzten Wolken, keine klare Struktur 2
wenig abgegrenzte aber zerfranste Wolken, eindeutiger strukturierte Wolkendecke 1
einige klar abgegrenzte Wolken 0

Biogenese – Entstehungsprozeß von biologischem Plasma aus der Kondensation von masse-freier kosmischer Orgonenergie.

Bione – Orgonenergie-Bläschen. Sie repräsentieren den Übergang von nicht-lebender zu lebender Materie. Enthalten Flüssigkeit, die von einer Membran eingeschlossen wird. Sind von einem weiten Energiefeld umgeben. Entstehen durch den Zerfall von organischen und anorganischen Substanzen. Biologisch färbbar (grampositiv). Sie repräsentieren die B-Reaktion (von Bios = Leben), dem Gegenteil der T-Reaktion. Die Bione zeigen die folgenden Charakteristika, die typisch für lebende Materie sind: Anziehung als Folge des orgonomischen Potentials (das energetisch höher geladene zieht das energetisch niedriger geladene an), orgonotische Erstrahlung, Strahlungsbrücken zwischen zwei oder mehr Bionen, Fusion und Vereinigung. Bione, die ihre orgon-energetische Ladung verloren haben, weisen diese Funktionen nicht mehr auf.

sapa

Sapa-Bione

Biopathie – Jeder Krankheitsprozeß, der sich aus der Störung der natürlichen biologischen Pulsation herleitet. Beruht stets auf energetischer Stauung. Es gibt psychische Biopathien: Neurose, Psychose – und somatische: Asthma, Bluthochdruck, Allergien, degenerative Erkrankungen, Diabetes, endokrine Erkrankungen, Krebs, etc.

Blockierung – Physische Kontraktion, die entsteht, um das freie Fließen und die Erregung der Orgonenergie des Organismus zu unterbinden.

Charakter (Charakterpanzer) – Chronische Veränderung des Ich. Repräsentiert die Summe der Abwehr, die das Individuum im Verlauf seines Lebens aufgerichtet hat, um sich vor Angst zu schützen. Er ruft Steifheit, automatisierte Reaktionen auf das Geschehen, Fehlen von natürlichem Kontakt, „existentielle Not“, zwangsmoralische Steuerung hervor.

Cloudbuster

– Von Wilhelm Reich ersonnenes Instrument. Es besteht aus einer Reihe von langen Metallröhren, die über flexible Kabel mit Wasser verbunden sind. Auf der Grundlage des orgonomischen Potentialgesetzes und der wechselseitigen Anziehung von Orgonenergie und Wasser kann der Cloudbuster Veränderungen in der atmosphärischen Pulsation hervorrufen, Wolken erzeugen und zerstören, stagnierende atmosphärische Energie (Dor) abziehen.

Dor (Deadly Orgone) – Umwandlung der natürlichen Orgonenergie in stagnierende Energie: Stockung, Verwesung, Tod. Sie findet sich in Organismen, in denen die freie Zirkulation von Or durch die Panzerung verhindert wird, und in der Atmosphäre, insbesondere als Folge der Reizung des atmosphärischen Orgons durch Kernstrahlung. Das atmosphärische Orgon reagiert zunächst durch ein Anwachsen der Erregung (Oranur-Reaktion), verliert dann an Ladung und verwandelt sich in Dor. Es sieht wie eine schwärzliche Substanz aus, ist begierig nach Wasser und Sauerstoff und ist toxisch.

Dor-Krankheit – Der Organismus, der Dor ausgesetzt ist, entwickelt folgende Symptome: allgemeine Schwäche und Kraftlosigkeit, Übelkeit, Muskelkrämpfe, Blässe, Schwindel, schwärzlicher Durchfall, Kälteschauer, Schwankungen der Körpertemperatur, Bindehautentzündungen.

emotionale Wüste – Die chronische Blockierung der Entwicklung und Befriedigung natürlicher Antriebe führt zu Verarmung des Gefühlslebens, zu Unbeweglichkeit und emotionaler Verarmung, zu energetischer Stagnation, Produktion und Akkumulation von Dor. Die natürliche Fähigkeit zur Begeisterung und Lebensfreude geht verloren.

Emotionen – Subjektive Wahrnehmung der Bewegungen der organismischen Orgonenergie.

Ersatzkontakt – Jemand, der den vollen Kontakt verloren hat, kann mit anderen nur auf eine oberflächliche, falsche, kompensatorische Weise in Beziehung treten.

Erstrahlung – Wird die Orgonenergie über einen bestimmten Schwellenwert (den Erstrahlungspunkt) hinaus erregt, beginnt sie zu leuchten. Im Organismus wird dies als sexuelle Erregung wahrgenommen.

Experiment Zwanzig (XX) – Sterilisiertes und mit Orgonenergie hoch aufgeladenes Wasser wurde gefroren und diese Prozedur viele Male wiederholt. Nach einigen Wochen konnte die Präsenz von biologischem Material beobachtet werden in Form von plasmatischen Flocken, die biologischer Natur waren. Das Gefrieren ruft eine Kontraktion der im Wasser enthaltenen Orgonenergie hervor, so daß das Zentrum des Reagenzglases gelblich wirkt. Reich postulierte, daß die im Mikroskop beobachteten biologischen Strukturen durch den Prozeß der energetischen Akkumulation entstehen. Man hat es deshalb mit primärer Biogenese zu tun.

Familitis – Die emotionelle Pest im Rahmen der Familie. Sie zerstört jeden natürlichen Impuls im Kind. Sie hintertreibt die Selbststeuerung und erzwingt eine zwangsmoralische Steuerung. Es ist eine Dor-Formation.

funktionelles Denken – Denktechnik, welche dem Suchen nach dem gemeinsamen Nenner (Gemeinsamen Funktionsprinzip) von lebendigen Phänomenen entspricht, die anscheinend nichts miteinander verbindet. Ein Beispiel ist der mangelnde Zusammenhalt von Blutkörperchen im Reich-Bluttest bei biopathischen Personen und ausgefranste Wolken am Himmel: sie teilen den Mangel an Orgonenergie und eine hohe Konzentration von Dor im Organismus und in der Atmosphäre. Entsprechend besteht der orgonomische Funktionalismus darin, die Natur und ihre Phänomene in ihren wesenhaften energetischen Beziehungen zu sehen. Er braucht dazu weder in mechanistische Erklärungen Zuflucht nehmen, denn der funktionelle Bereich ist nicht mechanistisch, noch auf eine mystische Dimension zurückgreifen. Dem Mystizismus ist aufgrund seiner Natur das wirkliche Wesen der Beziehungen zwischen den Phänomenen nicht zugänglich.

gemeinsames Funktionsprinzip (Common Functioning Principle, CFP) – Leitfaden des funktionellen Denkens. Das vereinigende Element, aus dem die spezifischen Variationen jedes Naturphänomens hervorgehen.

genitaler Charakter – Charakterstruktur, die auf der Grundlage der natürlichen Moral und nicht auf der von Zwang funktioniert. Fähigkeit zur Selbststeuerung ist erhalten geblieben. Die orgastische Potenz verhindert eine energetische Stauung. Er ist flexibel und kann sich auf rationale Weise an die Umstände anpassen. Er kann eine hohe oder niedrige Energieladung haben.

genitaler Orgasmus, natürlicher – Abfolge unwillkürlicher muskulärer Zuckungen des gesamten Organismus mit vollständiger Entladung der in den Genitalien akkumulierten Energie, Verlust der Grenze des Ich und Gefühl der Vereinigung mit dem Kosmos.

gesellschaftliche Panzerung – Jede Art von gesellschaftlicher Organisation, die die Freiheit und Verantwortung des Individuums einschränkt. Sie bringt die einander entgegengesetzten Kräfte des mechanistischen und mystischen Denkens hervor, die sozial, politisch und ökonomisch als ideologische Kräfte von links und von rechts zum Ausdruck kommen. Die autoritäre Gesellschaftsform ist notwendig, wenn die Menschen gepanzert sind.

Homo normalis – Paradigma des durchschnittlichen Individuums der gepanzerten Gesellschaft. Leben auf der Ebene der Fassade (die äußere Schicht der dreischichtigen Struktur). Hat aus dem Ausweichen vor dem Wesentlichen seinen Modus vivendi gemacht und den Ersatzkontakt zum Agens seiner sozialen Interaktionen. Hat den Kontakt verloren mit dem lebendigen Kern, was Selbstregulation verunmöglicht. Seine Handlungen sind der zwangsmoralischen Regulation unterworfen. Orgastisch impotent, arbeitet auf reaktive Weise, liebt und haßt auf reaktive Weise. Sehnt sich nach Freiheit und gleichzeitig fürchtet er sie. Er birgt in sich die emotionelle Pest, welche, unter den geeigneten Bedingungen (geringer Druck von Seiten der Umwelt), in ihrer ganzen Destruktivität zutage tritt.

Ideologie – Eine Reihe von Vorstellungen, die auf einem unbeweglichen (d.h. mechanistischen oder mystischen) Denken beruhen. Sie werden zu einer gesellschaftlichen Kraft, wenn man sie in den gesellschaftlichen Bereich versetzt.

Infibulation – Bei ihrer kompletten Form werden jungen Frauen, manchmal noch Kindern, die großen und kleinen Schamlippen und die Klitoris weggeschnitten. Extremes Beispiel des strukturellen Hasses der emotionellen Pest (EP) gegen die Genitalität. Weniger zerstörerische Verstümmelungen der Genitalien (teilweises Vernähen der Genitalöffnung, männliche und weibliche Beschneidung) sind ebenfalls der EP zuzuschreiben. Wie jede andere pestilente Einstellung wird diese Praxis von denen rationalisiert, die sie durchführen. Das geht soweit, daß sie keinerlei Schuld oder zumindest Unbehagen zeigen und sogar jene als „schmutzig“ betrachten, die sich nicht der Verstümmelung unterzogen haben, und jene Familie als „unehrenhaft“, die es gewagt hat, sich gegen diese Traditionen zu wenden.

Kastrationsangst – Extreme Form der Angst, die ursprünglich auf direkte oder implizite Drohungen, das Genital zu schädigen, oder auf die Beschneidung zurückgehen. Normalerweise taucht sie in der Therapie auf, wenn das Beckensegment erreicht wird.

Kontakt – Intensive und tiefe Wahrnehmung des eigenen Selbst und der Welt, die entsteht, wenn die innere Energieladung über einen Schwellwert hinaus erregt wird. Unterhalb dieses Niveaus gibt es keinen Kontakt. Eine der Hauptaufgaben der Panzerung ist es, die energetische Bewegung zu unterbinden und die Erregung so niedrig wie möglich zu halten.

Kontaktlosigkeit – Liegt vor, wenn die Erregung der Lebensenergie reduziert oder nicht vorhanden ist. Insbesondere im Augen- und Beckensegment. Subjektiv wird es als Gefühl von Einsamkeit, innerer Leere, Interesseverlust, „Frust“ empfunden.

kosmische Sehnsucht – Intensives Gefühl der Zugehörigkeit zur Natur und dem Universum. Es beruht auf der Identität des biologischen Orgons mit dem endlosen Ozean des kosmischen Orgons, aus dem kontinuierlich das Leben entspringt und zu dem es wieder zurückkehrt.

kosmische Überlagerung – Überlagerung von zwei oder mehr kosmischen Orgonenergie-Strömen mit der Bildung eines Spiralnebels, der zwei oder mehr Arme hat.

Krebsbiopathie – Extrembeispiel für die Konsequenzen, die die Blockierung der biologischen Pulsation und die orgastische Impotenz mit sich bringen. Bevor der Organismus Tumore entwickelt, litt er für längere Zeit an sexueller Frustration, energetischer Stauung und extremer Reduktion der eigenen energetischen Pulsation, bis sich eine charakterologische Resignation entwickelte, die die psychologische Seite der Unfähigkeit zur Expansion der organismischen Lebensenergie darstellt. Der Organismus kämpft nicht mehr und auf allen Ebenen stagnieren die Lebensströme. Die Krebskrankheit ist ein Verwesen des Gewebes und der Zellen bei lebendigem Leibe. Das betrifft den gesamten Organismus, nicht nur das Organ, in dem sich die Tumormasse entwickelt.

Krebszelle – Protozoon, das sich aus dem fauligen Zerfall des lebenden Gewebes entwickelt.

Latenzperiode – Lebensphase, die durch den Stillstand der sexuellen Entwicklung gekennzeichnet ist. Sie beginnt etwa im fünften oder sechsten Lebensjahr und endet mit der Pubertät, d.h. wenn die Sexualtriebe nicht mehr von der Verdrängung (Panzerung) kontrolliert werden können. In einer sexual-bejahenden Gesellschaft existiert die Latenzperiode nicht.

Lebensenergie – Die Präsenz der kosmischen Orgonenergie im biologischen Organismus. Von ihr geht seine Funktionsfähigkeit aus.

Lustangst – Behinderung der expansiven Impulse durch die Panzerung. Jede energetische Bewegung zur Peripherie wird durch die Muskelpanzerung blockiert. Kontraktion gegen Expansion.

mechanisches Potential – Die Richtung der Energie ist immer vom mehr zum weniger geladenen System gerichtet. (In Übereinstimmung mit dem thermodynamischen Prinzip, Entropiegesetz). Es ist allgemein auf die sekundären (thermischen, elektrischen, mechanischen, etc.) Energien anwendbar.

Medical Dor-Buster – Reduzierte Version des Cloudbusters, die angewendet wird, um stagnierende Energie aus dem menschlichen Körper zu entfernen. Er kann mit einem Akkumulator verbunden werden, um seine Effizienz zu steigern.

Melanor (Me) – Schwarze, azide Substanz, die sich aus dem atmosphärischen Dor bildet. Verursacht den bionösen Zerfall von Gestein, ist hochgiftig, erzeugt Dor-Krankheit, ruft starke Reizung der atmosphärischen und biologischen Orgonenergie hervor.

Modju – Wort, das aus der Vereinigung zweier Namen gebildet wurde: Giovanni Mocenigo, der Venezianische Edelmann, der Giordano Bruno bei der Inquisition angezeigt hat, nachdem dieser es abgelehnt hatte, die von ihm erfundene Methode zur Verbesserung des Gedächtnisses zu lehren. Er repräsentiert die bedeutungslose Person, die jedoch nicht zögert, den großen Mann zu verraten, der es ablehnt, sich auf ihr Niveau herabzulassen. Djugasvili (Dschugaschwili), Stalins wahrer Name, wurde von Reich als Paradigma des pestilenten Charakters des 20. Jahrhunderts betrachtet. Mit dem Begiff Modju soll deshalb der pestilente Mensch gekennzeichnet werden, der im Dunklen tätig ist und im Stillen mit den Mächtigen zusammenarbeitet, um jeden individuellen oder sozialen Impuls zu unterdrücken, der die Gesellschaft einem gesünderen und natürlicheren Funktionieren näher bringen könnte.

mystisches Denken – Das Glaubenssystem, das auf der Vorstellung beruht, man könne mittels der physischen Sinne die Natur nicht erkennen. Mystisches Denken hat darin eine objektive Grundlage, daß der Panzer die Sinneswahrnehmungen verzerrt und den unmittelbaren Kontakt mit der Natur verhindert.

natürliche Sexualmoral – Der Partner wird selbst gewählt und die Partnerschaft entwickelt sich und wird aufrechterhalten dank der Befriedigung und des wechselseitigen sexuellen Glücks. Führt zu einer natürlichen Monogamie.

neurotischer Charakter – Charakterstruktur, die aufgrund der chronischen Panzerung und deshalb orgastischer Impotenz den Kontakt zum bioenergetischen Kern verloren hat. Da er zur Selbststeuerung nicht fähig ist, muß sich der neurotische Charakter der Zwangsmoral unterwerfen. Er entwickelt Symptome, um die überschüssige akkumulierte Energie zu entladen, was aber immer nur teilweise geschieht und unbefriedigend bleibt. Er kann eine hohe oder niedrige Energieladung haben.

oraler Orgasmus– Beim Säugling. Zuckungen der Gesichtsmuskulatur, der Zunge und des Mundes, dabei drehen sich die Augenballen nach oben. Er setzt den vollständigen orgonotischen Kontakt zwischen dem Mund des Kindes und der Brustwarze der Mutter voraus.

Oranur– Zustand der Übererregung der Orgonenergie, wenn sie mit Kernenergie, elektromagnetischer Energie oder Dor in Kontakt kommt.

Oranur-Experiment– 1951 von Reich durchgeführtes Experiment zur Überprüfung der Auswirkungen die die Wechselwirkung von Orgonenergie und Kernmaterial zeitigt. Resultat war eine extreme Übererregung des Orgons im gesamten vom Experiment betroffenen Gebiet mit schwerwiegenden und sich weit ins Umland erstreckenden Konsequenzen für alle biologischen und nichtbiologischen Strukturen (Atmosphäre, Gestein). Dank dieses Experiments wurden Dor und Melanor entdeckt, außerdem richtete Reich den ersten Cloudbuster auf, um dieser schwerwiegenden energetischen Umweltverschmutzung entgegenzutreten.

Oranur-Krankheit – Reaktion auf den Kontakt mit gereizter Orgonenergie (gereizt durch Kernenergie, elektromagnetische Emissionen). Ruft eine leukämoide Reaktion des Blutes hervor. Tendenziell werden die Menschen, die dieser Reaktion ausgesetzt sind, an ihrer schwächsten Stelle getroffen. Alte Krankheiten, sogar solche die über Jahre brachlagen, tauchen wieder auf. Spezifischere Symptome sind: allgemeines Unwohlsein, heftiger Kopfschmerz, Mattigkeit. Es gibt einen Übergang zwischen der Oranur-Reaktion und der Dor-Reaktion.

Orgasmusangst – Wohldefinierte Form von Angst, die entsteht, wenn es dem Organismus gelingt, sich ganz seinen Gefühlen hinzugeben, d.h. wenn die Panzerung beseitigt worden ist. Der Sexualakt vollzieht sich zunächst auf angenehme Weise bis zum Augenblick des Orgasmus, wo Gefühle auftreten, als drohe der Tod, man verliere den Verstand oder falle auseinander; es tritt auch Fallangst auf. Der Patient wird ermutigt, sein Geschlechtsleben nicht aufzugeben, sondern es trotz der Angst fortzuführen.

Orgasmusreflex – Während der orgastischen Phase der genitalen sexuellen Erfahrung bewegen sich die beiden Enden des Organismus (Mund und Genital) auf unwillkürliche Weise und ohne Verspannungen aufeinander zu. Das Becken biegt sich nach oben und der Kopf fällt nach hinten. Der Reflex betrifft den gesamten Organismus, kann jedoch bei Vorhandensein von Panzerung nicht vollständig auftreten. Während sich die Panzersegmente im Prozeß der Entpanzerung auflösen, zeigen sich nach und nach die Elemente des Orgasmusreflexes. Wenn schließlich der energetische Strom wieder entlang des Körpers fließt, sehen wir am Ende der Ausatmung den Kopf leicht nach hinten kippen und das Becken sich nach vorne beugen (stets während der Ausatmung). Am Anfang werden diese Bewegungen barsch und wütend wirken. Da die Komponenten des Reflexes sich integrieren müssen, wird es Zeit brauchen, bis sich der natürliche Bewegungsausdruck des Reflexes einstellt: vollkommene Hingabe.

orgastische Potenz – Fähigkeit, sich beim Höhepunkt des Geschlechtsakts ganz den unwillkürlichen Muskelzuckungen und der vollständigen Entladung der Erregung hinzugeben. Die Fähigkeit zur Erektion und Ejakulation sind lediglich Voraussetzungen der orgastischen Potenz.

DIAGRAMM DER PHASEN DES GESCHLECHTSAKTES BEI ORGASTISCHER POTENZ BEI BEIDEN GESCHLECHTERN


p = Vorlust (diese Akte werden von den persönlichen Vorlieben bestimmt und beinhalten keine festgesetzten Regeln). J = Immissio l = Phase der willkürlichen Beherrschung der Reizsteigerung ll = Phase der unwillkürlichen Muskelkontraktionen und der automatischen Reizsteigerung lll = Phase des plötzlichen und steilen Anstiegs zur Akme lV = Orgasmus V = steiles Sinken der Erregung s = Ermattung

kurve2

kurve3

kurve4

Orgonakkumulator (Orak) – Alternierende Schichten aus organischem Material (das die Eigenschaft hat, Orgonenergie anzuziehen und festzuhalten) und metallischem Material (das das Orgon anzieht und sofort wieder zurückstößt). Wenn man eine Kiste baut mit den organischen Elementen an der Außenseite und den metallischen an der Innenseite, erzeugt das einen energetischen Gradienten, der zum inneren des von den Wänden eingefaßten Raumes gerichtet ist. Der Innenraum enthält deshalb eine größere Konzentration von Orgonenergie. Diese größere energetische Konzentration, die durch eine erhöhte Innentemperatur (positives To-T) und eine langsamere spontane Entladung des Elektroskops innerhalb des Orak im Vergleich mit einer Kontrollkiste demonstriert wird, ist für die therapeutische Wirkung dieses Apparats verantwortlich (Vagotonie, Expansion, energetische Wiederaufladung). Ausreichend sensible Menschen verspüren, wenn sie ihre Hand in die Nähe der funktionstüchtigen Innenwand eines Orak bringen, Wärme und/oder ein Kribbeln. Während stark gepanzerte oder geschwächte Menschen normalerweise einige Zeit im Orak verbingen müssen, bevor sie in der Lage sind, dasselbe zu empfinden. Es wurden kleinere Oraks für die Forschung gebaut und größere, in denen ein Mensch sitzen kann, für therapeutische Zwecke. Es wurden Akkumulatoren mit unterschiedlich vielen Schichten gebaut, normalerweise Geräte mit drei oder fünf Schichten, doch es wurden schon Oraks mit bis zu zwanzig Schichten verwendet. Das muß nicht bedeuten, daß je zahlreicher die Schichten sind, der Akkumulator desto besser arbeitet. Seine Wirkungsweise hängt von der Wechselwirkung zwischen der Orgonenergie und den Stoffen ab, aus der die Schichten bestehen, aber auch vom energetischen Zustand der Umgebung, in der das Experiment oder die Anwendung durchgeführt wird. Außerdem, wie immer in der Orgonomie, folgen die Resultate funktionellen und nicht mechanischen Gesetzen.

Orgondecke – Beruht auf den gleichen Prinzipien wie der Akkumulator. Das Instrument ist leicht zu bauen und konzentriert die atmosphärische Orgonenergie. Sie kann größer oder kleiner sein, je nachdem ob der ganze Körper oder nur ein Teil bestrahlt werden soll. Zusammengesetzt aus alternierenden Schichten von Stoff (Wolle, Baumwolle, Filz) und Stahlwolle.

Orgonenergie – Massefreie, überall ubiquäre primordiale kosmische Energie. Ihre Charakteristika sind Bewegung, Pulsation, Erstrahlung, Überlagerung. Durch jeden lebendigen Organismus strömt sie als Lebensenergie. Von Wilhelm Reich zwischen 1936 und 1940 entdeckt, ist sie thermisch, visuell, elektroskopisch und durch den Geiger-Müller-Zähler nachweisbar.

Orgonenergie-Kontinuum– Die kosmische Orgonenergie füllt den gesamten Raum und bildet sein energetisches Substrat.

Orgonenergie-Metabolismus, biologischer
– Alles Lebendige bezieht Energie aus der umgebenden Atmosphäre und akkumuliert sie bis zum Erreichen des eigenen spezifischen energetischen Niveaus (orgonotisches Niveau oder orgonotische Kapazität). Anschließend wird die überschüssige Energie in Übereinstimmung mit dem mechanischen Potential entladen.

Orgonhülle der Erde – Auch die Erde repräsentiert ein orgonotisches System: ein Kern, eine Membran, die sie abgrenzt (die Erdkruste), und ein energetisches Feld (irdisches Orgonfeld, das sich in West-Ost-Richtung schneller als die Erde dreht).

Orgonität – Die Orgonmenge, die in einer Raumeinheit enthalten ist.

Orgonom, offenes – Die Form der einzelnen Kreiselwelle von der Seite gesehen.

spinnin

geschlossenes: Die spezifische Form des lebendigen Organismus gebildet durch das Zusammenfalten eines offenen Orgonoms in der Mitte, so daß sich seine beiden Enden annähern. Es ist die spezifische Form des Organismus und leitet sich von der Bewegungsform der Orgonenergie her, wenn sie von einer Membran behindert und eingeschlossen wird. Dies trifft sowohl auf den Organismus als ganzem als auch auf das einzelne Organ zu. Der Prototyp ist die Eiform.

onda

offenes Orgonom

onda2

geschlossenes Orgonom (Eiform)

spinning2

geschlossene Orgonomen

Orgonometrie – Graphische Darstellung der qualitativen Beziehung zwischen natürlichen Funktionen (das Gemeinsame Funktionsprinzip und seine Variationen). Als Beispiel nehmen wir die Beziehung zwischen Energie, Psyche und Soma:

frece

Ersetzen wir die Funktionen mit Buchstaben haben wir:

frecd

Schreiben wir die Gleichung so um, daß sie in linerarer Form vorliegt, haben wir:

frecc1

Die Formel in Worte gefaßt: die Lebensenergie bestimmt den Ausdruck von Psyche und Soma. Ein weiteres Beispiel für eine orgonometrische Gleichung ist die funktionelle Beziehung zwischen Energie, energetischer Pulsation und wellenförmiger Bewegung der Orgonenergie-Teilchen, wie Reich sie beobachtet hat:

frece1

Orgonomia – Protozoen, die sich im Experment XX gebildet haben. In Form und Bewegung erinnern sie an Spermatozoen. Im Anschluß an diese Entdeckung postulierte Reich, daß in Metazoen die Eizellen und die Spermien sich aus der Kondensation von Orgonenergie im Keimgewebe bilden.

orgonomisches Potential – Ein höher mit Orgonenergie geladenes orgonotisches System zieht Energie von einem niedriger geladenen System ab. Es ist das Gegenteil des mechanischen Potentials und widerspricht dem Zweiten Thermodynamischen Gesetz. Es macht die Existenz von Leben erst verständlich.

orgonotisch – Begriff, der sich auf die Qualität der Orgonität bezieht.

orgonotisches System – Jedes lebendige System setzt sich aus einem energetischen Kern und einer von einer biologischen Membran eingefaßten Peripherie zusammen und ist von einem orgon-energetischen Feld umgeben.

orgonotische Überlagerung – Die Überlagerungsfunktion auf der biologischen Ebene, bei der zwei orgonotische Systeme sich vereinigen (Genitale Umarmung), sich gegenseitig durchdringen und die beiden bioenergetischen Ströme miteinander verschmelzen.

Orgonraum – Geschlossener Raum, dessen Wände mit Metallplatten bedeckt sind, was aus ihm einen Orgonenergie-Akkumulator macht. Wenn man sich lange genug in diesem Raum aufgehalten hat, so daß sich die Augen an die Dunkelheit ausreichend gewöhnt haben, können drei separate Leuchtphänomene beobachtet werden: ein dichter, beweglicher, blau-grauer Nebel, der sich langsam ausweitet und zusammenzieht; schnell sich bewegende gelbliche Lichtstriche, die in alle Richtungen strahlen und schnell wieder verschwinden; leuchtende blau-violette Punkte, die in rhythmischen Intervallen aus den metallischen Wänden aufzutauchen scheinen und die sich auf kreisförmigen Bahnen fortbewegen („Kreiselwellen“). Diese Leuchtphänomene repräsentieren die Orgonenergie bei unterschiedlichen Erregungszuständen. Wenn man sie durch eine Linse betrachtet, erscheinen sie vergrößert, was jeden Zweifel ausräumt, es könne sich um subjektive Phänomene handeln.

Panzerung – Die Summe aller Einstellungen, die das Individuum entwickelt, um seine Emotionen zu unterdrücken. Sie bestimmen sowohl die psychische (Charakterpanzer) als auch die somatische Struktur (Muskelpanzer). Am Ende führt der Panzerungsprozeß zur Spaltung zwischen Liebe und Sexualität.

pestilenter Charakter (emotionelle Pest) – Chronische Biopathie in Individuen mit hoher energetischer Ladung und einer besonders unnachgiebigen Beckenblockierung. Durch die emotionelle Pest kommen die pathologischen Triebe der sekundären Schicht, die sich immer in Einklang mit dem Ich befinden und gründlich rationalisiert werden, auf dem gesellschaftlichen Schauplatz zum Ausdruck. Die pestilente Reaktion wird insbesondere durch natürliche Sexualität stimuliert, während sie selbst jede Form von krankhafter Sexualität (Pornographie, Perversionen, etc.) aktiv unterstützt. Man kann sie als Krankheit endemischer Natur betrachten, die oft eine epidemische Form annimmt (spanische Inquisition, die Faschismen des 20. Jahrhunderts, der Ku Klux Klan, die Mafia). Die Panzerung und die sexual-feindliche Einstellung der Massen sind verantwortlich für das Wirken des pestilenten Charakters, der seiner Natur gemäß danach strebt, alle ihm zugänglichen Positionen in der Gesellschaft einzunehmen, von denen aus er besser in der Lage ist, das natürliche Leben und die natürliche Lebensfreude zu kontrollieren und zerstören (der Pestilente kann nicht ertragen, daß um ihn herum glückliche Menschen leben). Während es Menschen gibt, die größtenteils als pestilente Charaktere funktionieren, sind die Keime einer pestilenten Reaktion in jedem vorhanden und können unter den richtigen Bedingungen austreiben, wie beispielsweise bei längerer sexueller Abstinenz. Die emotionelle Pest kann man als biopathische Krankheit betrachten und den von ihr befallenen als einen kranken Menschen.

plasmatische Energieströme – Empfindungen eines inneren Fließens, das vom Patienten wahrgenommen wird, wenn infolge therapeutischer Eingriffe eine bestimmte Menge Orgonenergie aus der Panzerung befreit wird und wieder im Organismus kreist. Sie entsprechen deshalb einem objektiven biologischen Prozeß. Sie zeigen sich bei fortgeschrittener Therapie, wenn die Behandlung die oberflächlichen Panzerungsschichten aufgelöst hat und der Patient die intensive Angst vor dem Kontakt mit dem biologischen Kern, was oft ein wahrhaftiger Schrecken ist, verloren hat. In den ersten Phasen der Therapie werden die energetischen Bewegungen als Kribbeln um den Mund herum, in den Händen, Füssen, im Bauch und im Kopf wahrgenommen. Wenn der Organismus die Schwelle der biologischen Toleranz überschreitet, reagiert er mit Kontraktion und wir haben: plötzliches Frösteln, Krampf in den Händen („Geburtshelferstellung der Hand“), vegetative Reaktionen (Schwindel, Übelkeit, Gänsehaut) bis hin zu Episoden von Anorgonie, gegebenenfalls mit vegetativem Schock. Es liegt in der Verantwortung des Therapeuten bei jeder Sitzung gewissenhaft abzuschätzen, bis zu welchem Punkt er drängen kann.

Polarlichter – Erstrahlung des äußeren Teils des Orgonenergie-Feldes der Erde.

aurora

präorgastische Angst – Manifestiert sich, wenn die Genitalität im Begriff ist, wiederhergestellt zu werden, und orgonotische Gefühle das Genital erreichen. In dieser Phase ist das Individuum noch nicht in der Lage, den expansiven Prozeß zu ertragen. Es kommt zu einer Kontraktion, die zur Wiederherstellung der alten Symptome führt. Der Patient vermeidet es, über seine sexuellen Bedürfnisse zu sprechen, er wird oberflächlich. Phantasien zu fallen und Gefühle sich aufzulösen, treten in Erscheinung. Sexuelle Aktivitäten, soweit sie nicht ganz vermieden werden, rufen in den Genitalien Angst hervor. Der Patient fühlt sich hoffnungslos, schlechter als je zuvor und daß die Therapie zu nichts geführt hat. Diese Form der Genitalangst kann sich spontan während der Schwangerschaft entwickeln, da diese einen Anstieg des Energieniveaus erzeugt, die Muskeln weicher macht und die Entbindung das Becken öffnet. Oft wird dieser Zustand als Schizophrenie, Depression oder Kindbettpsychose diagnostiziert.

primäre Emotionen – Ausdruck der natürlichen Bedürfnisse (Liebe, Arbeit und Wissen), die dem bioenergetischen Kern des Organismus entspringen. Sie sind immer rational und gesellschaftlich erwünschenswert. Es gibt auch eine natürliche Aggressivität, die sogar sehr intensiv sein kann, aber im Unterschied zur krankhaften Aggressivität der sekundären Schicht ist sie niemals Selbstzweck.

Pulsation – Rhythmischer Wechsel von Expansion und Kontraktion. Jeder Organismus pulsiert, wobei der Nachdruck bei der Expansion liegt. Jedes Organ pulsiert mit einer spezifischen Frequenz, die ihm und gleichzeitig dem Organismus als ganzem gemäß ist. Während der orgastischen Zuckung pulsiert der Organismus auf eine einheitliche Weise. In ihrer reinen Form wurde die Pulsation von Reich im Orgonraum beobachtet. Wenn man lange genug in diesem Raum verweilt, damit sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen, werden zahlreiche blau-violette oder grau-bläuliche leuchtende Punkte beobachtet, die aus den Metallwänden hervorzukommen scheinen und die einer wellenartigen Flugbahn folgen, wenn man sie von der Seite beobachtet. Ihrer charakteristischen Bewegung zufolge werden sie als Kreiselwellen (KRW) bezeichnet.

spinnin

Ihr pulsatorischer Verlauf ist klar erkennbar. Die längeren Abschnitte der Wellenbewegung entsprechen der Expansionsphase, sie ist beschleunigt und leuchtet intensiver. Die Verbindungspunkte zwischen den Wellen entsprechen der Kontraktionsphase, wo die Geschwindigkeit geringer ist und der Punkt weniger leuchtet. Die funktionelle Integration dieser Phänomene beinhaltet diesen Gesichtspunkt.

onda1

Das gleiche Phänomen von vorne betrachtet kann als eine alternierende Abfolge von leuchtender Expansion und von kleineren Arealen, die weniger stark leuchten (Kontraktion), beschrieben werden.

figurette

Reich-Bluttest – Verfahren zur Messung des allgemeinen energetischen Zustandes des Organismus. Jeder Erythrozyt (Rotes Blutkörperchen) repräsentiert ein unabhängiges orgonotisches System, dessen energetische Ladung die des gesamten Organismus widerspiegelt. Der Widerstand gegen den Zerfall, der aus dem Körper extrahierten und unter dem Mikroskop betrachteten Erythrozyten, bietet ein Maß für die Vitalität des Organismus, aus dem sie stammen, und dessen Fähigkeit, eine bioenergetische Ladung zu halten. Der Test besteht aus drei Teilen:

  • Zerfall der Erythrozyten in physiologischer Lösung (mikroskopischer Test)
  • Autoklavierungsprobe
  • Kulturprobe

Beim Zerfall erscheinen innerhalb des einzelnen Roten Blutkörperchens Bione. Die Zeit, in der dieser Prozeß abgeschlossen wird, die Verteilung der Bione innerhalb der Erythrozyten, die Art des bionösen Zerfalls und die morphologisch-strukturellen Veränderungen innerhalb der Erythrozyten, ebenso wie der Widerstand des Blutes gegen Autoklavieren und das Auftreten bzw. Nichtauftreten von bakteriellem Aufwuchs in Kulturen, die vom Blut angelegt wurden, erlaubt es, die Art der Reaktion festzulegen: PA bzw. B, d.h. eine gute energetische Ladung – oder T, d.h. mangelnde Vitalität (biopathische Patienten, die beispielsweise unter Krebs leiden).

bionib

Roter Faden – Repräsentiert die hauptsächliche Charakterabwehr und ist während der gesamten Therapie immer dann präsent, wenn der Patient mit einem Problem konfrontiert ist. Er bleibt immer gleich, kann nie ganz aufgelöst, aber teilweise verändert werden. Er kann sozial akzeptabel (Bescheidenheit, Zurückhaltung, Liebenswürdigkeit) oder unakzeptabel sein (Unehrlichkeit, Bösartigkeit). Es ist wichtig, daß der Therapeut diesen Aspekt der Struktur des Patienten erfaßt. Obwohl er Ausdruck der Fassade oder oberflächlichen Schicht ist, entspringt er oft dem tiefen Kern des Individuums. In diesem Fall handelt es sich um den Gebrauch einer natürlichen Qualität für Zwecke der Abwehr.

sekundäre Emotionen – Bei Vorhandensein von Panzerung werden die natürlichen primären Impulse in sadistische und antisoziale Destruktivität umgewandelt, aus der die perversen Tendenzen und alle psychiatrischen und nicht-psychiatrischen Pathologien hervorgehen.

Selbststeuerung – Fähigkeit, die primären Bedürfnisse auf natürliche Weise zu befriedigen. Volle Selbststeuerung ist nur bei Vorhandensein von orgastischer Potenz möglich. Sie entspricht einem geregelten Energie-Metabolismus und verhindert die Stagnation der Energie und das Aktivieren der sekundären Triebe. Auf jeden Fall muß Kontakt mit dem biologischen Kern bestehen (siehe auch: zwangsmoralische Steuerung).

Sexualökonomie – Das Studium des energetischen Metabolismus im Organismus und der Funktion des Orgasmus als seinem Hauptregulator.

sexuelle Zwangsmoral – Die Sexualität wird entsprechend der sexual-negativen Werte der Gesellschaft unterdrückt. Dazu gehören Negation der sexuellen Bedürfnisse der Heranwachsenden, voreheliche Abstinenz, sexuelle Schuldgefühle, Unfähigkeit zwischen primären Sexualimpulsen und sekundären pathologischen Impulsen zu unterscheiden, Sexualität als „eheliche Pflicht”, Zwangsmonogamie, etc.

soziale Angst – Angst, die aus dem Zusammenbruch der individuellen und der gesellschaftlichen Panzerung hervorgeht und in sozialen Handlungen zum Ausdruck kommt. Nicht zu verwechseln mit dem identischen Begriff im Diagnotic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-IV) und der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10).

Soziopolitik – Irrationale politische Betätigung, die aus der Verlagerung von innerpsychischen Konflikten auf den gesellschaftlichen und politischen Schauplatz hervorgeht.

SYMBOL DES ORGONOMISCHEN FUNKTIONALISMUS

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– Der Einheitspunkt repräsentiert das Gemeinsame Funktionsprinzip (Common Functioning Principle, CFP), aus dem die beiden funktionellen Variationen sich verästen. Sie stehen sich antithetisch gegenüber, sind aber gleichzeitig in Bezug auf das einheitliche CFP, aus dem sie hervorgehen, identisch. Die Funktionsfähigkeit der Variationen wird durch ihr CFP bestimmt.

Sympathikotonie – Ein Vorherrschen der Erregung des sympathischen Zweiges des vegetativen Nervensystems. Entspricht dem Zustand vorwiegender Angst.

Stauungsangst – Geht auf die Stauung von Energie im Organismus zurück. Sie tritt auf, wenn die Fähigkeit zur orgastischen Entladung reduziert oder gar nicht vorhanden ist (orgastische Impotenz).

T-Bazillen – Entstehen durch den Zerfall von Gewebe mit einer niedrigen energetischen Ladung („T-Reaktion“, von „Tod“ abgeleitet). Sie sind im Mikroskop bei Vergrößerungen von 2000-5000x zu beobachten, wo sie als leicht schwärzliche Formen erscheinen. An ihrer Peripherie weisen sie ein sehr schwaches Energiefeld auf. Werden sie Labormäusen gespritzt, können sie zum Tode führen. Sie sind gramnegativ.

Überlagerung – Überlagerung von Orgonenergie-Strömen. Findet sowohl auf kosmischer als auch auf biologischer Ebene statt. Die Grundfunktion, aus der Materie und das Leben entspringen. Die Orgasmussehnsucht ist das periodische Erwachen dieser primären Funktion. In ihr streckt sich der Organismus zum Energieozean hin aus, dem er entstammt und mit dem er wieder verschmelzen will.

Vacor-Röhre – Glaszylinder mit einem Vakuum von 0.5 Mikron, das mit Orgonenergie aufgeladen wird, die aufleuchtet, wenn ein orgongeladener Plastikstab auf die Röhre zu- oder von ihr wegbewegt oder eine elektrische Spannung zwischen 10 und 1000 Volt angelegt wird.

vacor

Viertakt der Orgasmusformel – Die biologische Pulsation – rhythmischer Wechsel von Expansion und Kontraktion – setzt sich aus vier Phasen zusammen: mechanische Spannung, energetische Ladung, energetische Entladung, mechanische Entspannung (S-L-EL-ES). Die ersten zwei Momente repräsentieren Expansion, die letzten beiden Kontraktion. Ausgehend von seiner Untersuchung der Sexualität und der Störungen der Funktion des Orgasmus bei seinen Patienten bezeichnete Reich diesen Viertakt als Orgasmusformel. Später führte er Experimente durch (die bioelektrischen Versuche), um der Frage wissenschaftlich auf den Grund zu gehen. Es handelt sich auch um die Lebensformel, weil die Sequenz S-L-EL-ES die Grundlage jeder Lebensfunktion ist vom Einfachsten bis zum Komplexesten. Man findet sie nur im Inneren des organischen Lebens.

Wahrnehmung – Die Funktion aller lebenden Systeme mit sich selbst in Kontakt zu sein. Die Panzerung behindert die Wahrnehmungsfunktion.

zwangsmoralische Steuerung – Unfähigkeit zur natürlichen Regulation als Konsequenz der Panzerung. Die natürlichen Instinkte können nicht befriedigt werden, was zur Entwicklung der sekundären Schicht führt, die wiederum unterdrückt werden muß. Unvermeidlich wird eine schwerwiegende energetische Stauung hervorgerufen, die jedoch Wege zur Entladung sucht, die destruktiv sind (sekundäre Triebe). Der Kontakt zum biologischen Kern ist verlorengegangen und damit jeder natürliche innere Bezugsrahmen. Die Quellen des Verhaltens des gepanzerten Individuums befinden sich außerhalb seiner selbst im sozialen Umfeld. Sie haben in erster Linie die Aufgabe, die sekundäre Schicht durch moralische Hemmung niederzuhalten.


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