Die Orgonomie

Die Orgonomie ist die Wissenschaft von der kosmischen, primordialen, prä-atomaren, überall im Universum präsenten Energie, der alles Leben entspringt. Sie wurde von Dr. Wilhelm Reich entdeckt. Den Begriff leitete er von „Orgasmus“ und „Organismus“ her, denn zur Entdeckung der Orgonenergie führte ihn seine Untersuchung der Funktion des Orgasmus.

Die Orgonenergie unterscheidet sich von allen anderen bekannten Energien dadurch, daß diese elektrischen, magnetischen, nuklearen, etc. Energien sekundär aus der Materie hervorgehen. Die klassische Wissenschaft kennt nur diese letzteren Energiearten und betrachtet das Atom als den Grundbaustein der Natur, während die Orgonomie es als Produkt einer spezifischen primordialen Energiefunktion betrachtet: der Überlagerung, in der zwei oder mehr Energieströme sich vereinigen und Materie entsteht (als Beispiel betrachte man die Form der Spiralgalaxien mit ihren zwei oder mehr Armen). Diese Betrachtungsweise reiht die geschlechtliche Vereinigung zweier Organismen, dem Akt, aus dem neues Leben hervorgeht, in den Zusammenhang kosmischer Funktionen ein.

Eine zweite Grundfunktion der Orgonenergie ist die Pulsation. Sie ist problemlos im lebendigen Organismus zu beobachten (Herzschlag, Atmung, etc.), aber auch auf allen anderen (kosmischen und atmosphärischen) Ebenen der Natur vorhanden. Die Erde selbst pulsiert. Dem Lebendigen eigentümlich ist hingegen die dritte Funktion der Orgonenergie: die orgastische Zuckung. Hat sich durch Essen, Trinken, Atmung und direkte Absorption der kosmischen Energie zu viel Energie im Organismus angesammelt und wird sie nicht komplett für die üblichen Vorgänge aufgebraucht, konzentriert sie sich in den Genitalien. Wenn die akkumulierte Spannung eine bestimmte Schwelle erreicht hat und die Genitalien energetisch aufgeladen sind, wird dies als sexuelle Erregung empfunden (in orgonomischen Begriffen kommt es im Organismus zur „Erstrahlung“). Die Funktion des Orgasmus, die erste und die wichtigste Entdeckung Reichs, besteht in der vollständigen Entladung der überschüssigen Energie durch die orgastische Zuckung. Nur so verwirklicht sich die einheitliche Pulsation des Organismus und die natürliche Regulation aller biologischen, psychischen und emotionalen Funktionen.

Geht man davon aus, daß alles Geschehen letztendlich auf energetischen Prozessen beruht, ist die orgonomische Wissenschaft allumfassend. Die Orgonomie kann jedoch in vier Hauptgebiete aufgeteilt werden: Physik, Biologie, Medizin und Soziologie. Jede hat ihre jeweils spezifische Herangehensweise, aber sie sind alle untrennbar miteinander verbunden durch die funktionelle Denktechnik, die Reich entwickelt hat. Dergestalt ist sie ein Beitrag zur ewigen Suche des Menschen sich selbst und die Natur zu verstehen, aus der er hervorging und von der er ein Teil ist.

Zum Abschluß dieser Einführung erinnern wir an jene Elemente, die die orgonomische Wissenschaft auf unzweideutige Weise kennzeichnen:

  • die Orgonenergie
  • die Überlagerung
  • die Pulsation
  • die Funktion des Orgasmus
  • das funktionelle Denken

Die Erforschung eines beliebigen Aspekts der Wirklichkeit muß notwendigerweise alle diese Elemente umfassen, um als Orgonomie im Reichschen Sinne betrachtet werden zu können.

Selbstverständlich hat der Mensch von jeher die Existenz einer universellen Energie wahrgenommen: das Prana in Indien, das Qi in China, Gott in allen monotheistischen Religionen, der Èlan vital von Henri Bergson (der eine bemerkenswerte Bedeutung für Reich in den frühen Jahren hatte), die Entelechie von Driesch, das Äther-Konzept. Der Unterschied besteht darin, daß die Orgonenergie objektiv in unterschiedlichster Weise nachgewiesen werden kann: thermisch, elektroskopisch, visuell, mit dem Geigerzähler. Sie kann darüber hinaus konkret bei Organismen angewendet werden mit dem Akkumulator, dem DOR-Buster, der therapeutischen Anwendung von Bionen und ebenso bei der Beeinflussung des Wetters mit dem Cloudbuster. Ihre motorische Kraft hat zum Orgonenergie-Motor geführt.

Erstmals in der Menschheitsgeschichte wurde die Schranke beiseite geschoben, die den Menschen daran hinderte, etwas Konkretes aus seiner Intuition des Göttlichen zu machen.

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